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Fischbestände online

Neue Internet-Plattform für nachhaltigen Fischeinkauf

Viele unterschiedliche Informationen gibt es in den Medien und in verschiedenen Einkaufsführern über den Zustand der Fischbestände. Kann man als Fischhändler mit gutem Gewissen Kabeljau aus der Nordsee anbieten? Wie ist es um den Hering in der Ostsee bestellt?

Mit dem Projekt „Fischbestände online“ gibt es ein neues Internetangebot, das aktuelle Informationen zum Zustand von Fischbeständen aus allen Weltmeeren liefert. Das Angebot richtet sich an Handel und interessierte Verbraucher und ermöglicht den Einkäufern, eine fundierte Entscheidung für nachhaltigen Fischeinkauf zu treffen. In dem Internetportal sind wissenschaftlich exakte, aber dennoch weitgehend allgemeinverständliche Angaben über derzeit 70 Fischbestände aus 16 Fischarten zu finden. Bis Ende 2012 soll dieses Angebot auf alle 130 Bestände aus 30 Arten aus aller Welt ausgedehnt werden, die für den deutschen Markt bedeutend sind. Die Informationen werden vom vTI zusammengetragen und in der Regel jährlich aktualisiert. Das Projekt wird von der deutschen fischverarbeitenden Industrie und dem Einzelhandel finanziert und geht auf den „Runden Tisch Nachhaltige Fischerei“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zurück.

Ziel der Webseite ist es, wissenschaftlich korrekte Informationen kurz und verständlich darzustellen. Zusammen mit einem neuen System zur Herkunftskennzeichnung von Fischprodukten bekommen der Handel und die Verbraucher hiermit Basisinformationen für einen gezielten Einkauf von Fisch aus nachhaltiger Fischerei. Daneben wird die Entwicklung einer entsprechenden Einkaufspolitik der Unternehmen gefördert. Eine Bewertung oder gar Einkaufsempfehlung erfolgt jedoch nicht.

Kontakt zum Institut:
Institut für Ostseefischerei