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Fotostrecke zur Xylothek

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Die Hölzer der Welt im vTI

Die Xylothek in Hamburg

Regal mit verschieden Holzarten

Jeder weiß, was eine Bibliothek ist: Ein Raum mit Büchern, der – wenn es sich um Fachbücher handelt – jede Menge Information birgt.  Doch in den Regalen müssen nicht immer Bücher stehen. Eine „Spezialbibliothek“ für Holz findet man im Hamburger vTI-Institut für Holztechnologie und Holzbiologie. Anstelle von Büchern stehen dort in langen Regalreihen Proben der verschiedensten Hölzer aus allen Teilen der Erde. Eine solche wissenschaftliche Holzsammlung nennt sich Xylothek. Mit mehr als 26.000 gelisteten Holzmustern ist die Hamburger Xylothek eine der größten der Welt.

Diese Muster dienen als Referenz, wenn es darum geht, unbekannte Hölzer oder Holzprodukte zu bestimmen. Die nahezu täglichen Anfragen stammen aus allen Bereichen des Holzhandels, der Holzverwendung und Warenkontrolle: so zum Beispiel Zoll- und Naturschutzbehörden (Kontrolle illegal eingeschlagener Hölzer), Holzhandelsunternehmen (Aufklärung von Falschdeklarationen) bis hin zum privaten Verbraucher, der sichergehen möchte, ob das von ihm bestellte Meranti-Fenster auch zweifelsfrei aus Meranti besteht. Die Experten am vTI können mithilfe der Referenzhölzer aus ihrer Xylothek zweifelsfrei aufklären, um welche Holzart es sich handelt.

Viele gefährdete Baumarten unterliegen dem Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora), das den weltweiten Handel von bedrohten Tier- und Pflanzenarten regelt. Zum Beispiel ist der Handel von Rio Palisander (Dalbergia nigra) verboten, und die Einfuhr von Echtem Mahagoni (Swietenia spp.), das als edles Ausstattungs- und Bootsbauholz eingesetzt wird, ist genehmigungspflichtig.

Mittlerweile steht ein computergestützter Bestimmungsschlüssel (CITESwoodID) zur Verfügung, der es auch weniger geübten Personen aus Zollbehörden oder dem Naturschutz ermöglicht, die wichtigsten Handelshölzer anhand von makroskopischen Strukturmerkmalen zu identifizieren. Auch hierfür waren die Holzmuster in der Hamburger Xylothek eine unentbehrliche Grundlage.

Zukünftige Herausforderung und Ziel aktueller Forschungsarbeiten ist der Herkunftsnachweis von Hölzern. Denn einige der CITES-geschützten Hölzer können in Plantagen fernab ihres Naturstandortes angebaut und von dort aus rechtmäßig gehandelt werden. Diese zu unterscheiden ist aber bisher nicht immer zweifelsfrei möglich. Das vTI beteiligt sich deshalb zusammen mit dem Zentrum Holzwirtschaft der Universität Hamburg an einem vom BMU geförderten Projekt zur molekularbiologischen Identifizierung (Fingerprinting) geschützter Holzarten.