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Kontakt

Tagungsort:
Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI)
FORUM
Bundesallee 50
38116 Braunschweig

Lokale Leitung/Administration:
Dr. Martin Banse
Prof. Dr. Folkhard Isermeyer
Dr. Hiltrud Nieberg
Prof. Dr. Peter Weingarten

Kontakt:
Kerstin Martens
Institut für Betriebswirtschaft des vTI
Bundesallee 50
38116 Braunschweig
Telefon: +49 (0)531 596-5102
E-Mail: gewisola2010@we dont want spamvti.bund.de

www.vti.bund.de/gewisola2010
www.gewisola.de

 

GEWISOLA 2010 - Call for Papers

50. Jahrestagung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues e.V.

Call for Papers (deutsch, PDF, 61 KB)

Call for Papers (english, PDF, 61 KB)

Die 50. Jahrestagung der GEWISOLA wird von Mittwoch, den 29. September, bis Freitag, den 1. Oktober 2010, am Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) in Braunschweig stattfinden.

Das Tagungsthema lautet:

"Möglichkeiten und Grenzen der wissenschaftlichen Politikanalyse"
Zu diesem Generalthema erbittet das Organisationskomitee schriftliche Beiträge, die auf der Tagung vorgetragen werden sollen. Poster, die auf der Tagung ausgestellt werden sollen, sind ebenfalls willkommen.

Neben Beiträgen mit deutlichem Bezug zum Tagungsthema werden auch Manuskripte zu anderen Themen berücksichtigt, wenn sie wesentlich zum Stand des Wissens und der Forschung in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Land- und Ernährungswirtschaft beitragen. Methodisch-theoretische und empirische Arbeiten sind gleichermaßen erwünscht.

ERLÄUTERUNGEN ZUM GENERALTHEMA
Die Land- und Ernährungswirtschaft stellt einen Sektor dar, der einer hohen politischen Reglementierung unterliegt. Die Ursachen für die starke Einflussnahme der Politik über ein breites Spektrum von Politikmaßnahmen auf Entscheidungen der Wirtschaftsakteure sind vielfältig. Zu nennen sind hier beispielsweise das elementare Bedürfnis nach Versorgungssicherheit oder die vielfältigen positiven und negativen externen Effekte, die mit landwirtschaftlicher Produktion verbunden sind, aber auch eine starke berufsständische Interessenvertretung und Pfadabhängigkeiten. Gleichzeitig unterliegt die Agrarpolitik einem mehr oder weniger ständigen Reformdruck, und die Diskussionen über die Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 sind in vollem Gange. Zunehmend gewinnen aber auch andere Politikfelder wie die Klima- und Energiepolitik oder die Verbraucherpolitik an Bedeutung für die Agrar- und Ernährungswirtschaft. Dies alles führt zu einem hohen Bedarf an wissenschaftlicher Politikanalyse, Politikbewertung und Politikberatung. Die Analyse der Auswirkungen unterschiedlicher Politikmaßnahmen kann einzelbetrieblich, sektoral oder gesamtwirtschaftlich auf regionaler, nationaler oder internationaler Ebene erfolgen; sie kann ex post oder ex ante durchgeführt werden, vornehmlich quantitativ oder qualitativ ausgerichtet sein, auf kurz- oder langfristige Auswirkungen fokussieren.

Vor diesem Hintergrund stellen sich folgende grundsätzliche Fragen, die einer eingehenden wissenschaftlichen Bearbeitung bedürfen:

 

  • Welches sind die Möglichkeiten und Grenzen bestimmter ökonomischer Theorien für die Politikanalyse im Agrar- und Ernährungsbereich? Welchen Beitrag können Ansätze aus anderen Disziplinen, z.B. aus der (Agrar-)Soziologie, der Kommunikationswissenschaft oder der Politikwissenschaft, leisten?
  • Inwieweit tragen die methodisch-theoretischen Herangehensweisen dem starken Wandel der politischen Rahmenbedingungen für den Agrarsektor Rechnung? Was ist das angemessene Referenzsystem für Politikanalysen? Wie kann der in vielen Bereichen zunehmenden Komplexität – aufgrund engerer wirtschaftlicher Verflechtungen, höherer Preisvolatilität, sich ändernder Lebensstile, der simultanen Betrachtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Auswirkungen etc. – bei der Politikanalyse sinnvoll begegnet werden?
  • Wie können die Datenverfügbarkeit und der Datenzugang verbessert werden und wie kann das knappe Gut "Daten" möglichst effizient genutzt werden?
  • Wie gehen Politikbewertung und -beratung mit unklaren oder mehrdimensionalen Zielformulierungen um, wie lassen sich ethische Aspekte in die Politikbewertung und -beratung einbeziehen, wie objektiv und wertfrei kann Politikberatung sein?
  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit wissenschaftliche Politikanalyse in Politik und Administration Gehör findet? Welchen Einfluss hat die wissenschaftliche Politikberatung auf politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse und auf die Ausgestaltung der praktischen Politik? Wie könnte der Einfluss der wissenschaftlichen Politikberatung angesichts unterschiedlicher Anreiz- und Reputationssysteme und unterschiedlicher Zeithorizonte in Politik und Wissenschaft verbessert werden?

Diese Fragen können sowohl aus wissenschaftstheoretischer Sicht diskutiert als auch anhand konkreter Analysen von Politikmaßnahmen, die z.B. für die Debatte über die Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 wichtige Impulse geben können, behandelt werden.

AUSWAHLVERFAHREN:
Vorträge
Manuskripte von Beiträgen, die auf der Tagung vorgetragen werden sollen, dürfen 12 Seiten DIN A4, einzeilig, Times New Roman 12pt nicht überschreiten. Sie sollen entsprechend den Vorgaben, die weitgehend denen der Agrarwirtschaft entsprechen, formatiert sein. Details zur Formatierung und zum Format der Literaturangaben sind hier zu finden.

Die Begutachtung erfolgt anonym durch jeweils zwei externe Gutachter auf der Grundlage vollständig ausgearbeiteter Manuskripte, die in deutscher oder englischer Sprache angefertigt sein können. Für die Evaluierung werden die üblichen Kriterien herangezogen (Relevanz des Themas, Originalität des Beitrags, Angemessenheit der methodischen Vorgehensweise, Verständlichkeit der Darstellung). Positiv evaluierte Beiträge werden in parallel stattfindenden Arbeitsgruppensitzungen präsentiert und – ggf. nach Einarbeitung gutachterlicher Hinweise – im Tagungsband veröffentlicht.

Manuskripte gemäß dieser Vorgaben sind in deutscher oder englischer Sprache bis zum 8. März 2010 (Ausschlusstermin!) als PDF-Datei im Anhang zu einer Email zu senden an: gewisola2010@we dont want spamvti.bund.de. Bitte senden Sie Titelblatt und Beitrag in zwei getrennten pdf-Dateien und nutzen Sie bitte die Formatvorlagendateien, die Sie im Menüpunkt "Autorenhinweise" finden.
       

Poster
Vorschläge von Posterbeiträgen sollen auf maximal zwei Seiten DIN A4 in deutscher oder englischer Sprache die Problemstellung, die Methode und die Ergebnisse der Forschungsarbeit darstellen, über die das Poster berichtet. Vorschläge von Posterbeiträgen werden von zwei Gutachtern hinsichtlich ihrer inhaltlichen Eignung für die Tagung anonym bewertet.

Poster, die zur Ausstellung auf der Tagung angenommen worden sind, sollen entsprechend den Hinweisen für Poster angefertigt werden.

Angenommene Poster werden über die gesamte Tagung an zentraler Stelle aufgestellt und im Rahmen von Postersessions voan den Autoren präsentiert. Angenommene Posterbeiträge, die von ihren Autoren auf der Tagung präsentiert wurden, erscheinen mit einer maximal zweiseitigen Zusammenfassung im Tagungsband.

PRE-KONFERENZ-AKTIVITÄTEN
Es besteht die Möglichkeit, für den 28. September oder den Vormittag des 29. Septembers 2010 Pre-Konferenz-Aktivitäten zu organisieren. Dies können Workshops, Meetings oder Diskussionsgruppen zu selbst gewählten Themenstellungen sein. Entsprechende Vorschläge (max. zwei Seiten) über Art, Inhalt und Struktur der geplanten Veranstaltung mit Angabe der Zielgruppe sowie der beteiligten Personen sind bis zum 8. März 2010 zu senden an: gewisola2010@we dont want spamvti.bund.de.

KONTAKTADRESSE FÜR RÜCKFRAGEN
Sollten Sie weitere Auskünfte zur Einreichung und Formatierung von Manuskripten und Postern erwünschen, wenden Sie sich bitte an:

      Kerstin Martens
      Institut für Betriebswirtschaft des vTI
      Bundesallee 50
      38116 Braunschweig
      E-Mail: gewisola2010@vti.bund.de
      www.vti.bund.de/gewisola2010

      Call for Papers (PDF-Dokument, 61 KB)