Holz und Klima
"Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel gehören zu den wichtigsten umwelt-, gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen der heutigen Zeit."
Gert Lindemann, ehemaliger Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
Mit dem Wachstum der Bäume wird Kohlenstoff in Form von CO2 aus der Atmosphäre entnommen und im Holz festgelegt. Das Treibhausgas CO2 bleibt damit über die Nutzungsdauer der vielfältigen Holzprodukte lange Zeit gebunden. Positive Effekte für das Klima ergeben sich, wenn energieintensive Produkte und fossile Brennstoffe durch die Nutzung von Holzprodukten ersetzt werden (Substitutionseffekt). Zusätzlich wird durch die Nutzung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft die Freisetzung von CO2 verzögert (Speichereffekt).
Im Arbeitsbereich Holz und Umwelt werden Methoden und Berechnungsverfahren entwickelt, mit denen die Auswirkungen der Holzbe- und -verarbeitung sowie der Holzverwendung auf die Umwelt und die Kohlenstoffspeicherung durch Holzprodukte bestimmt werden können. Hierbei kommen etablierte Methoden, wie die Ökobilanzierung, zum Einsatz. Für die Quantifizierung der Kohlenstoffspeicherung müssen allerdings neue Verfahren erarbeitet und auf internationaler Ebene abgestimmt werden. In der Zukunft sollen Verwender und Verbraucher mittels Environmental Product Declarations (EDP) über die Umweltauswirkungen informiert werden. Für den Bereich Holz muss hierzu die entsprechende Datenbasis erarbeitet und bereitgestellt werden.
Emissionen aus Holz und Holzwerkstoffen
Holz als natürlicher Rohstoff und die daraus hergestellten Produkte emittieren in gewissem Umfang organische Substanzen, so genannte Volatile Organic Compounds (VOCs). Im Sinne des Verbraucherschutzes sollen die VOC-Emissionen ganz besonders für Bauprodukte limitiert werden, um in Zukunft für Wohn- und Arbeitsstätten die Gesundheitsgefährdung durch die Atemluft zu minimieren. Die Arbeiten des Instituts dienen der Identifizierung der flüchtigen organischen Komponenten und der Entwicklung von Verfahren mit denen Emissionen aus Baumaterialien und Einrichtungsgegenständen vermindert werden können. Hierzu stehen leistungsfähige Prüf- und Analysenmethoden zur Verfügung.

