Solea, 651. Reise
Dauer der Reise
16. bis 31. Januar 2012
Fahrtgebiet
Südliche Nordsee
Zweck der Reise
Winterliche Verbreitung von Garnelen in der südlichen Nordsee
Die Reise stellt fachlich die Fortsetzung der 650. Reise dar und dient ebenfalls den Untersuchungen, die dazu beitragen sollen, die Kenntnisse über die Verbreitung und Häufigkeit von Garnelen (Crangon crangon) während des Winters zu verbessern.
Das Standardprogramm der 650. Reise soll, sofern witterungsbedingt noch nicht erledigt, fortgesetzt und abgeschlossen werden. Daran anschließend ist vorgesehen, wieder dänisches Seegebiet westlich Jütlands im Rahmen der mit der TU von Dänemark, Kopenhagen, bestehenden Kooperation einzubeziehen. Weiterhin soll versucht werden, das niederländische Küstenmeer bis möglicherweise zur englischen Küste (Wash) zu untersuchen, da von dort sehr wenig Informationen über die Garnelendichten vorliegen und möglicherweise erhebliche Garnelenvorkommen gegeben sind.
Als Zusatzprogramm ist geplant, an ausgewählten Stationen eine 2-m-Baumkurre der Universität Hamburg mit Vorläuferketten parallel einzusetzen, um durch die erhöhte Scheuch- und Kratzwirkung der Ketten festzustellen, ob bei niedrigen Wassertemperaturen mit diesem Gerät mehr Garnelen gefangen werden. Dies ist eine Möglichkeit, um beobachtete Immobilität der Garnelen bei niedrigen Wassertemperaturen nachzuweisen, was eine reduzierte Fangeffizienz belegen könnte. Weiterhin ist geplant, zusätzliche Stationen an ausgewählten Positionen der Deutschen Bucht einzuschieben, an denen Planktonhols erfolgen sollen, um mögliche Vorkommen von Garnelenlarven nachzuweisen und die Methodik zu erproben.
Auch auf dieser Reise werden Beifangproben von Krebsen gesammelt, um Referenzmaterial für die Identifizierung der verschiedenen Arten zu gewinnen, sowie standardmäßig C. crangon-Proben für die Differenzierung der Geschlechter und Längenfrequenzen im Hamburger Labor.
Wissenschaftliche Fahrtleitung
Dr. Thomas Neudecker, Institut für Seefischerei
