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Fotostrecke Bundeswaldinventur

Links

Weitere Informationen zur dritten Bundeswaldinventur
http://www.bundeswaldinventur.de

Weitere Ergebnisse der Inventurstudie 2008:
Landbauforschung Sonderheft 343

Projekte im Forschungsbereich „Waldinventuren und forstliches Umweltmonitoring“

Podcast

Das 3sat-Magazin "hitec" berichtete am 23. Mai 2011 unter anderem über die Bundeswaldinventur

zum Video (29 min)

Ausgewählte Ergebnisse der Inventurstudie 2008:

Ein herbstlich gefärbter Wald aus Vogelperspektive

Mehr Laubbäume

Der Wechsel von Nadelbäumen zu Laubbäumen hat sich fortgesetzt. Gegenüber der BWI 2 hat die Fläche der Laubbäume um 2 % zu- und die der Nadelbäume entsprechend abgenommen. Auf 43 % der bestockten Waldfläche stehen nun Laubbäume und auf 57 % Nadelbäume. Die größte Flächenabnahme hat mit 210.555 ha (- 7 %) bei der Fichte und die größte Flächenzunahme mit 83.146 ha (+ 5 %) bei der Buche stattgefunden.

Mehr alte Bäume

Das flächengewogene Durchschnittsalter der Bäume ist innerhalb von sieben Jahren um vier Jahre angestiegen und beträgt nun 77 Jahre.

Die Nadelbäume haben einen ausgeprägten Flächenschwerpunkt bei den mittleren Altersklassen, die aus den umfangreichen Aufforstungen nach dem zweiten Weltkrieg stammen. Bei der Fichte hat die Fläche der Jungbestände (1 bis 40 Jahre) erheblich abgenommen. Zugenommen hat hingegen die Fläche der hiebsreifen Fichten über 100 Jahren. Ähnlich sieht es auch bei der Kiefer aus.

Die Laubbäume haben eine ausgeglichenere Altersstruktur mit Schwerpunkt im oberen Altersbereich und einem neuen Aufschwung in der ersten Altersklasse. Die größten Flächenzunahmen gibt es bei den sehr alten (über 160 Jahre) und den sehr jungen Buchen (bis 20 Jahre).

Holzvorrat angestiegen

Der durchschnittliche Holzvorrat beträgt 330 m³ pro Hektar. Er ist in den sieben Jahren zwischen der zweiten Bundeswaldinventur und der Inventurstudie 2008 um 8 m³/ha angestiegen. Die größte Vorratszunahme hat mit rund 100 Mio. m³ im Durchmesserbereich zwischen 40 cm und 60 cm stattgefunden. Gegen den Trend hat sich nur der Fichtenvorrat entwickelt, der (wie auch die Fichtenfläche) um 7 % abgenommen hat.

Weiterhin hoher Zuwachs

Der durchschnittliche Holzzuwachs beträgt 11,1 m³ pro Hektar und Jahr. Die Nadelbaumarten sind hinsichtlich des Zuwachses sämtlichen Laubbaumarten überlegen. Das gilt insbesondere für den Altersbereich bis 60 Jahre.

Gefällte Holzstämme in Frontansicht

Holzeinschlag deutlich zugenommen

Anhand der nicht mehr vorhandenen Probebäume kann ermittelt werden, dass im Durchschnitt jährlich 106,7 Mio. m³ Holz (Vorratsfestmaß mit Rinde) aus dem lebenden Bestand ausgeschieden sind. Davon sind 70,5 Mio. m³ (Erntefestmaß ohne Rinde) verwertbare Nutzungsmenge oberhalb der üblichen Aufarbeitungsgrenzen. Das ist bezogen auf die alten Bundesländer etwa ein Viertel mehr als im Zeitraum zwischen der BWI 1 und der BWI 2 (1987 bis 2002).

Im Durchschnitt wurden 93 % des Zuwachses durch Holzeinschlag und natürlichen Abgang abgeschöpft. Bei der Baumart Fichte ist jedoch ein Drittel mehr Holz aus dem lebenden Bestand ausgeschieden als im selben Zeitraum zugewachsen ist. Bei allen anderen Baumarten bleibt der Abgang unter dem Zuwachs. Die Gesamtbilanz aus Holzvorrat, Holzzuwachs und Abgang zeigt, dass mehr Holz zugewachsen als ausgeschieden ist und der Holzvorrat um 2 % zugenommen hat.

Blick in und auf einen Fichtenwald

Sonderfall Fichte

Die Entwicklung der Fichte als bislang wichtigster Baumart für die Rohholzversorgung ist rückläufig: Die Flächen werden weniger und der Vorratsabgang durch Holzeinschlag und Zwangsnutzungen übersteigt den Zuwachs um 32 %. Ursachen sind die große industrielle Nachfrage, aber auch die besondere Gefährdung durch Sturmschäden.

Mehr Totholz

Der Totholzvorrat ist seit 2002 um 19 % angestiegen und beträgt jetzt 23,7 m³/ha. Das ist 7 % des lebenden Holzvorrates bzw. das 2,5fache der jährlichen Holznutzungsmenge.

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