Reproduktionsbiologie
Die Fischerei nutzt eine natürliche nachwachsende Ressource, wobei der Nutzungsgrad direkt von der Anzahl nachwachsender Jungtiere abhängt. Die Anzahl der nachwachsenden Jungfische (Rekruten) ist anders als bei vielen terrestrischen nachwachsenden Ressourcen bei den meisten Arten sehr variabel und lässt sich darüber hinaus auch sehr schwer quantifizieren. Das bedingt, dass die erwachsene Fischbestände auch unter natürlichen Bedingen und ohne Einfluss der Fischerei sehr stark schwanken können. Diese Schwankungen werden nur gepuffert von einer ausgewogenen Altersstruktur und ausreichenden Größe der Bestände. Ein Kernelement der Fischereibiologie ist die Prognostizierung des Wachstums und der spezifischen Sterblichkeiten, um für kommende Jahre nachhaltige Fangmengen festlegen zu können. Von entscheidender Bedeutung ist dabei das Verständnis der Rekrutierungsprozesse, weshalb das Institut intensiv die Faktoren erforscht, die den Rekrutierungserfolg bestimmen.
