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Managementberatung Ostsee

(internationale Arbeitsgruppen wie MSY, WKFAR/FORM, Anglermanagement, Politikberatung)

Angler am Fischereihafen
© Dr. Zimmermann (vTI-OSF)

Im europäischen Vergleich ist die Entnahme von Dorsch durch die Freizeitfischerei nirgendwo größer als in der westlichen Ostsee. Dies haben Erhebungen von Daten aus der Freizeitfischerei gezeigt, die für das vTI am OSF angesiedelt sind. Die zusätzliche Entnahme insbesondere von Dorsch kann so erheblich und variabel sein, dass sie einen signifikanten Einfluss auf die Unsicherheit der Bestandsberechnung haben. Zurzeit wird versucht, eine sinnvolle, also die Interessen der Angler, Fischer und der Administration berücksichtigende Regulierung der Freizeitfischerei zu entwickeln. Sozioökonomische Erwägungen fließen in diese Entwicklung ebenso ein wie Erfahrungen aus anderen Staaten und Sektoren. Ziel ist es, ein Management zu entwickeln, dass die Angler möglichst wenig behindert und damit ihrer ökonomischen Bedeutung Rechnung trägt, das aber andererseits die Variabilität der Fänge dämpft, die Datenbasis verbessert und durch die Behörden umsetzbar ist.

Solche Überlegungen fanden auch Eingang in die Entwicklung eines „idealen Fischereimanagements für die westliche Ostsee“, das in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler vieler Disziplinen aus dem Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ sowie mit Politik, Verbänden und Praxis entwickelt wurde. In 12 umfassenden Kapiteln wurde ein Beispiel erarbeitet, wie die im Rahmen der Reform der gemeinsamen Fischereipolitik vorgesehene Regionalisierung des Fischereimanagements für die Ostsee ausgestaltet werden könnte. Leitgedanke war dabei: „Wie würde ein Fischereimanagement aussehen, wenn man den historischen Ballast hinter sich lassen und von vorn anfangen könnte?“