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Selektion und Energieeffizienz von Fanggeräten

Das Problem – Die Fischerei hat, bedingt durch zum großen Teil sehr produktive Fischbestände, das Potential einen signifikanten langfristigen Beitrag zur Welternährung zu liefern. Grundlage dafür ist jedoch eine nachhaltige und gleichzeitig ökonomisch effiziente Fischerei, die verantwortungsbewusst mit den genutzten Ressourcen und der Meeresumwelt umgeht. Leider werden einige Fischereien – auch in Mitteleuropa – zurzeit nicht nachhaltig betrieben. Neben den oft von wissenschaftlichen Empfehlungen abweichenden Quoten sind Fanggeräte mit schlechter Selektivität und hohem Energieverbrauch mit einer der Hauptgründe. Gerade mit der Industrialisierung der Fischerei im letzten Jahrhundert wurden Begleiterscheinungen wie Discards (wieder über Bord geworfene Anteile des Fanges – oft der Großteil des Fanges) und die negative Beeinflussung der Meeresumwelt (z.B. Meeresboden, Seevögel, Seesäuger) in großem Maße zum Problem.

Momentan findet jedoch in der Gesellschaft, in der Politik und nicht zuletzt bei den Fischern ein wichtiger Umdenkprozeß statt. Nachhaltigkeit und ökologische Nahrungsmittel­produktion werden entscheidende Kauf- und Handlungskriterien und befördern so einen Wandel im Verhalten der Fischer und steigern den Bedarf an neuen Fangmethoden, die solch nachhaltige, ökosystemschonende und energiesparende Fischereien ermöglichen.

Aufgaben der fangtechnischen Abteilung

- Verringerung der unerwünschten Einwirkungen von Fanggeräten auf Lebensräume, Lebewesen und auf künftig nutzbare Ressourcen als Unterstützung für ein nachhaltiges Fischereimanagement (Schleppnetz- , Stellnetz- , Baumkurrenfischerei).

- Untersuchungen zu den Mechanismen, die die Selektivität von Fischereigeräten beeinflussen (vor allem Schleppnetzfischerei).