Freizeitfischerei
Neben der kommerziellen Fischerei spielt die Freizeitfischerei eine bedeutende Rolle für die Entnahme von Biomasse aus den Fischbeständen. Für einzelne Arten können die Freizeitfischereifänge einen signifikanten Anteil an den Gesamtanlandungen haben. Die regelmäßige Erhebung von Freizeitfischereidaten in Europa begann 2001 mit der Einführung der Verordnung (EG) Nr. 1639/2001.
Das Institut für Ostseefischerei (vTI-OSF) erhebt seit 2003 Daten der Freizeitfischerei in den deutschen Gewässern der Nord- und Ostsee. Dazu gehört die Ermittlung des Aufwandes und der Einheitsfänge (z. B. Fang/Angeltag), mit Hilfe dieser Daten wird dann der Gesamtfang für ausgewählte Fischarten berechnet. Das Beprobungssystem wird beständig verbessert und ausgebaut. Mehr zur historischen Entwicklung
Neben der Bedeutung der Fänge aus der Freizeitfischerei für die wissenschaftliche Bestandsberechnung kommt der Freizeitfischerei auch eine große ökonomische Bedeutung zu.
Das Ziel der Datenerhebung ist verlässliche, konsistente und vergleichbare Fang- und Aufwandsdaten der Freizeitfischerei zu erhalten. Diese Daten sollen die bisher und aktuell nur auf der Grundlage von Daten aus der kommerziellen Fischerei und fischereiunabhängigen Forschung durchgeführten Bestandseinschätzungen verbessern. In der Folge soll damit ein verbessertes Management des Dorschbestandes ermöglicht werden.
Die Harmonisierung und Koordinierung der wissenschaftlichen Erhebungsmethoden und Forschung findet in der ICES Planungsgruppe PGRFS (Planning Group on Recreational Fisheries Surveys) statt.
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