Assessment und Monitoring
Grundlage für das Management von Fischbeständen sind wissenschaftliche Bestandsberechnungen. Sie werden in der Ostsee von den Wissenschaftlern der Anliegerstaaten unter Koordination des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) erarbeitet. Die Bereitstellung der für die Bestandsschätzung notwendigen Eingangsdaten und die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen des ICES sind zentrale Aufgaben des Instituts für Ostseefischerei (vTI-OSF). Aus den Bestandsberechnungen der ICES Arbeitsgruppen leiten sich die Empfehlungen für die maximal zulässigen Fangmengen ab, die den Fischbeständen entnommen werden können ohne sie zu schädigen (http://www.ices.dk/advice/icesadvice.asp). Sie sind die wissenschaftliche Basis für die auf politischer Ebene festgelegten Höchstanlandungsmengen (Total Allowable Catch, TAC).
In Deutschland wie auch in den anderen EU-Staaten werden die erforderlichen Basisdaten im Rahmen der von der EU kofinanzierten nationalen Datenerhebungsprogramme erarbeitet (EU data collection framework = DCF, siehe Textbox auf der Seite Beprobung der kommerziellen Fischerei).
Das OSF führt hierzu kontinuierlich Untersuchungen zu den Fischbeständen in der Ostsee durch. Diese Untersuchungen gründen sich auf
- Beprobungen der kommerziellen Fischerei und
- Forschungsreisen
- FFS Solea (Einsatzplan)
- FFS Walther Herwig III (Einsatzplan)
Die Ergebnisse fließen als deutscher Beitrag in die Analysen der ICES-Arbeitsgruppe ein.


