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Direktkontakte (Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen)

Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen

Wandel der Lebensbedingungen, Daseinsvorsorge, regionale Disparitäten

Verkehrsschild mit älteren Fußgängern

Wir erforschen die Auswirkungen sozio-ökonomischer und demographischer Veränderungen auf die sozialen Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen, um den Handlungsbedarf und die Einflussmöglichkeiten unterschiedlicher Akteure zu beurteilen.

Im Mittelpunkt unserer Arbeiten stehen die Lebensbedingungen der Bevölkerung in ländlichen Räumen. Dabei interessieren uns lokale und regionale Veränderungen, die durch gesellschaftliche Prozesse wie Geburtenrückgang, Zu- und Abwanderung, Globalisierung oder Wandel der Lebensstile und Lebenslagen ausgelöst sein können. Wir beschäftigen uns mit möglichen Folgen dieser Entwicklungen, etwa die Ausdünnung sozialer Netze oder entstehende Lücken in der Daseinsvorsorge, z. B. in der medizinischen und pflegerischen Versorgung. Dabei arbeiten wir Unterschiede und Abhängigkeiten zu verstädterten Räumen heraus und untersuchen Entwicklungspfade unterschiedlicher ländlicher Räume. Aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive interessieren uns insbesondere die Bewältigungskapazitäten und Anpassungsstrategien der Akteure vor Ort.

Unsere Forschungsfragen:

  • Welche Auswirkungen haben demographische, wirtschaftliche, soziale, politische und ökologische Entwicklungen auf die Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen?
  • Welche Personengruppen nach Geschlecht, Alter oder sozialer Lage sind wie von den sich vielfach überlagernden Prozessen betroffen? Wie nehmen die unterschiedlichen sozialen Gruppen den Wandel ländlicher Räume wahr und wie reagieren sie darauf?
  • Welche Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Lebensverhältnisse und zur Sicherung der infrastrukturellen Grundversorgung (Daseinsvorsorge) in ländlichen Räumen haben politische und zivilgesellschaftliche Akteure?

In unseren empirischen Untersuchungen setzen wir standardisierte und leitfadengestützte Befragungen sowie Sekundärdatenanalysen ein. Diese Methodenkombination gestattet es, Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen einerseits mit Hilfe statistischer Indikatoren zu messen und andererseits die Wahrnehmungen und Bewertungen der Bevölkerung einzubeziehen.