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Identifizierung von 'Mixed Tropical Hardwood (MTH)' in Papier - ein Beitrag zum Artenschutz

Gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Der illegale Holzeinschlag in den Tropenwäldern schreitet weiter voran. Die Umweltstiftung WWF schätzt, dass bis zu 40 Prozent des weltweit produzierten Holzes ohne Genehmigung eingeschlagen wird und jeder fünfte in die Europäische Union eingeführte Baumstamm vermutlich aus illegalen Quellen stammt. Zu den Maßnahmen, mit denen der illegale Holzeinschlag bekämpft wird, zählt die neue Verordnung der Europäischen Union (EU). Danach müssen ab 2013 alle eingeführten Holzerzeugnisse einschließlich Zellstoff und Papier eindeutig deklariert werden.

Bislang fehlt jedoch ein Verfahren zum Herkunftsnachweis illegaler Zellstoff- und Papierquellen aus den Tropen. Ein Grund hierfür ist die mechanische und chemische Veränderung der Fasern während der Herstellungsprozesse, so dass in der Regel der Faserursprung nicht mehr zweifelsfrei ermittelt werden kann.

Aus welcher Quelle stammen die Papierfasern? © Dr. Uwe Schmitt/vTI

Im Rahmen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes werden unter der Beteiligung der Technischen Universität Darmstadt (Fachgebiet Papierfabrikation), des Zentrums Holzwirtschaft der Universität Hamburg sowie dem vTI-Institut für Holztechnologie und Holzbiologie und dem Untersuchungslabor ISEGA gemeinsam Methoden und Verfahren entwickelt, um Fasern von tropischen Regenwaldhölzern in Zellstoff und Papierprodukten nachweisen zu können. Illegale tropische Papier- und Zellstoffquellen sollen zukünftig auf diese Weise identifiziert werden können.