Leitstelle zur Überwachung der Umweltradioaktivität
Ausgehend von früheren Arbeiten im Bereich der Überwachung der Radioaktivität in der Umgebung von Kernkraftwerken wurden wir nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl im Strahlenschutzvorsorgegesetz als Leitstelle zur Überwachung der Umweltradioaktivität für den Bereich Fisch verankert. In der Leitstelle sind wir für die Untersuchung der Radioaktivität in Fischen von Nord- und Ostsee zuständig. Darüberhinaus führen wir Plausibilitätsprüfungen an den Radioaktivitätsdaten von Fischen durch, die im Rahmen der Strahlenschutzvorsorge von den Bundesländern gemessen werden. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Entwicklung von neuen Analyse- und Nachweisverfahren für Radioisotope in Fischen und anderen aquatischen Tieren und Pflanzen.
Forschungsthemen
• radioaktive Stoffe in Fischen in Nord- und Ostsee und im Nordatlantik
• Bewertung von Radioaktivitätsmesswerten der Messstellen der Bundesländer
• Trennungsgänge zur Untersuchung von Fischen auf radioaktive Stoffe
• Mess- und Auswerteverfahren für Radionuklide
• Bestimmung von Messunsicherheiten und Nachweisgrenzen für Radionuklide - DIN ISO 11929:2011
• Das Programm UncertRadio
Wissenschaftler
Günter Kanisch
Dr. Marc-Oliver Aust
Projekte
Messaufgaben der Leitstelle
Analyseverfahren im Rahmen der gesetzlichen Strahlenschutzvorsorge
Messanleitungen
Messunsicherheiten in der Radioanalytik
Box-Modell für die Ausbreitung radioaktiver Ableitungen


