transparent

Institut für Fischereiökologie

Sekretariat

Palmaille 9
22767 Hamburg

Telefon: +49 40 38905-290
Fax: +49 40 38905-261
E-Mail: foe@we dont want spamvti.bund.de

 

Tour durch die Aquakulturanlage

Fotos aus der Außenstelle Ahrensburg

Aquakultur

Zuchtanlage vTI Ahrensburg

Die Aquakultur, d.h. die Kultur von aquatischen Organismen wie Fischen, Krebstieren, Muscheln, Großalgen etc., ist weltweit der am schnellsten wachsende Sektor der Tierproduktion. Bereits heute liefert die Aquakultur mehr Fisch und Meeresfrüchte für die menschliche Ernährung als die Fangfischerei. Da die Erträge der Fangfischerei vermutlich nicht weiter gesteigert werden können, kann die zusätzliche Nachfrage nach Fisch und Meeresfrüchten auf Grund der steigenden Weltbevölkerung und sich ändernder Verzehrgewohnheiten nur durch die Aquakultur gedeckt werden. Die Entwicklung des Aquakultursektors nachhaltig zu gestalten ist eine große Herausforderung an die Wissenschaft.

Forschungsthemen (Auswahl)

  • Die Erforschung alternativer Proteinquellen für die Futtermittel in der Aquakultur ist ein wichtiges Forschungsthema. Zu Beginn der intensiven Aquakultur basierten Futtermittel zu 40-60% auf Fischmehl, dessen Mengen aber weltweit begrenzt sind. Die Produktion pflanzlicher Proteinträger kann zwar nachhaltig gesteigert werden, ihre Aminosäure-Zusammensetzung entspricht aber nicht dem Bedarf der Fische, und die Verwertung pflanzlicher Proteine ist in der Regel deutlich schlechter als die von Fischmehlprotein. Wir untersuchen, wie durch Mischung verschiedener Proteinquellen oder Zugabe von synthetischen Aminosäuren die Verwertung pflanzlicher Proteine verbessert werden kann.
  • Die Umweltwirkung intensiver Aquakultursysteme ist ein weiteres Forschungsgebiet. Wie in der landwirtschaftlichen Tierhaltung, so können auch Fische und Krebstiere in der intensiven Aquakultur nur einen Teil der aufgenommenen Nährstoffe zum Wachstum nutzen, andere Teile bleiben unverdaut oder werden für den Stoffwechsel gebraucht. Fütterung und Haltungsbedingungen in der Aquakultur haben großen Einfluss auf den Anteil der Ausscheidungen, durch verschiedene technische Maßnahmen kann das Ablaufwasser aus der Aquakultur aufbereitet werden, um unerwünschte Auswirkungen der Aquakultur auf die Umwelt zu reduzieren.
  • In Deutschland liefern Karpfen und Regenbogenforelle mehr als 95% der gesamten Aquakulturproduktion. Sowohl aus ökologischen wie auch aus ökonomischen Gründen wäre eine größere Auswahl an Arten in der Aquakultur wünschenswert, besonders, wenn es sich dabei um einheimische Arten handelt.

Wissenschaftler/in
Prof. Dr. Ulfert Focken
Dr. Nicola Hillgruber
Dipl.-Biol. Carsten Krome
Dr. Klaus Wysujack
PD Dr. Reinhold Hanel

Projekte
Neue Arten in der Aquakultur
Vermeidung von Umweltbelastungen durch die Aquakultur
Ersatz von Fischmehl durch Rapsprotein
Stressdiagnostik bei Nutzfischen
Ökosystemare Auswirkung der Aquakultur