Herkunfts- und Züchtungsforschung
Im Forschungsbereich werden Herkunftsversuche mit verschiedenen Laub- und Nadelbaumarten zur Prüfung ihrer Anbaueignung und Anpassungsfähigkeit sowie Untersuchungen im Zusammenhang mit rechtlichen Regelungen zu Gewinnung, Handel, Anzucht und Verwendung von forstlichem Vermehrungsgut durchgeführt. Eine besondere Bedeutung haben hierbei Untersuchungen zur Angepasstheit und Anpassungsfähigkeit auf genetischer und epigenetischer Ebene von Baumpopulationen an Klimabedingungen. Die Züchtungsforschung befasst sich mit der Optimierung der Biomasse- und Wertholzproduktion verschiedener Baumarten. Einen Schwerpunkt bilden hierbei schnellwachsende Baumarten (Pappeln, Weiden, Robinien und Hybrid-Lärchen). Die Evaluierung und Dokumentation forstlicher genetischer Ressourcen auf nationaler und europäischer Ebene ist ein weiterer Schwerpunkt.
Herkunfts- und Züchtungsforschung
Forschungsaufgaben und Projekte des Forschungsbereiches
Resistenz- und Saatgutforschung
Die Arbeiten des Forschungsbereiches befassen sich mit der Resistenz von Baumarten gegenüber biotischen und abiotischen Schadfaktoren und der Sicherung der Qualität von forstlichem Saat- und Pflanzgut. Es werden Wechselwirkungen zwischen Schaderregern und Waldbaumarten sowie deren Resistenzmechanismen und ihre genetische Determinierung untersucht. Darüber hinaus wird den Auswirkungen des Befalls mit schädigenden Organismen auf die Baumschulanzucht wie auch auf die Stabilität von Waldbaumpopulationen und deren genetischer Struktur nachgegangen. Ein Bereich unserer Aufgaben befasst sich mit Saatgutforschung. Hierbei werden neue Methoden zur Qualitätsbeurteilung von forstlichem Saatgut entwickelt.
Resistenz- und Saatgutforschung
Forschungsaufgaben und Projekte des Forschungsbereiches
Ökologische Genetik
Im Forschungsbereich werden die Auswirkungen von natürlichen und anthropogenen Umweltfaktoren auf die genetische Zusammensetzung und Anpassungsfähigkeit von Baum- und Strauchpopulationen sowie ihren assoziierten Organismen untersucht. Einen Schwerpunkt bilden Untersuchungen zu den Auswirkungen von Klimaänderungen, forstlichen Maßnahmen und Waldfragmentierung. Diese Studien werden zum Teil im Rahmen des genetischen Monitorings im Wald durchgeführt. Ergebnisse dieser Studien dienen der Erarbeitung von Empfehlungen für forstwirtschaftliche Maßnahmen zur Erhaltung und Steigerung der Stabilität und Anpassungsfähigkeit von Wäldern. Sie leisten zudem einen Beitrag zur Entwicklung von Schutzkonzepten für gefährdete Baum- und Straucharten. Weitere Schwerpunkte sind die Identifizierung der geographischen Herkunft von Holz und forstlichem Vermehrungsgut, sowie der Einsatz von Genmarkern zur Identifizierung von Arten. Ziele dieser Arbeiten sind der Aufbau von nationalen und internationalen Zertifizierungs- und Kontrollsystemen nachhaltiger Bewirtschaftung und damit der Schutz von Gehölzarten und natürlichen Wäldern.
Ökologische Genetik
Forschungsaufgaben und Projekte des Forschungsbereiches
Genomforschung
Im Forschungsgebiet Genomforschung werden Zusammenhänge zwischen der Genomstruktur von Waldbäumen und der funktionalen Umsetzung der in den Genomen gespeicherten Informationen in Abhängigkeit von Umweltfaktoren untersucht. Dabei werden insbesondere anpassungsrelevante und wirtschaftlich wichtige Merkmale im Hinblick auf geographische Variationsmuster analysiert. Daneben werden molekulare Marker für eine Evaluierung forstlicher Genressourcen sowie zur praktischen Anwendung für markergestützte Selektionen und Herkunftskontrolle entwickelt. Dem Schutz heimischer Waldökosysteme dienen Arbeiten zur biologischen Sicherheitsforschung. Hierbei werden Nutzen, Potentiale und Risiken biotechnologischer Methoden untersucht. Dies beinhaltet auch gentechnisch veränderte Bäume. Zur Verbesserung des Verbraucherschutzes werden Methoden erarbeitet, um gentechnische Veränderungen im Erbgut von Bäumen sowie im Holz nachweisen zu können.
Genomforschung
Forschungsaufgaben und Projekte des Forschungsbereiches

