Projekte
Ausgewählte Beispiele. Eine vollständige Übersicht finden Sie auf der Seite 'Projektrecherche' und unter Forschungsbereiche.
Jens Dauber
Jens Dauber untersucht in seinen aktuellen Projekten wie Landnutzung, Landschaftswandel und Landschaftsstruktur den Artenreichtum und die Zusammensetzung von Artengemeinschaften auf verschiedenen räumlichen Skalen beeinflusst. Im Projekt SIMBIOSYS [Link] z.B. werden die Einflüsse von Energiepflanzenanbau (insbesondere Miscanthus) auf Biodiversität und ökologische Dienstleistungen (Bestäubung, natürliche Schädlingskontrolle, Kohlenstoffsequestrierung) in irischen Agrarlandschaften quantifiziert.
Sebastian Klimek
Einfluss von Landnutzung und Bewirtschaftung auf Biodiversität
Änderungen in der Flächennutzung und der Intensität der Bewirtschaftung wirken sich auf die Biodiversität aus. Wir analysieren die relative Bedeutung dieser Steuergrößen unter Berücksichtung unterschiedlicher räumlicher Skalen. Darüber hinaus untersuchen wir den Einfluss von abiotischen Standortfaktoren und Bewirtschaftungsmaßnahmen auf die pflanzliche Diversität unterschiedlicher Betriebssysteme (ökologische und konventionelle Bewirtschaftung). Diese Untersuchungen werden im Zusammenhang mit dem Forschungs-Projekt "Klimawirkungen und Nachhaltigkeit ökologischer und konventioneller Betriebssysteme – Untersuchungen in einem Netzwerk von Pilotbetrieben" (http://www.pilotbetriebe.de/index.php) durchgeführt.
Stefan Schrader
Wechselwirkungen zwischen Bodentieren und phytopathogenen Pilzen
Ein Vorteil reduzierter Bodenbearbeitung in der Landwirtschaft ist der oberflächennahe Verbleib organischer Substanz aus Ernterückständen, wodurch biologische Vielfalt und Aktivität im Boden gefördert werden. Allerdings ist damit auch ein erhöhtes Infektionsrisiko mit bodenbürtigen pflanzenpathogenen Pilzen wie zum Beispiel Fusarium-Arten verbunden, die für Mensch und Tier gesundheitsgefährdende Giftstoffe produzieren können. Wir gehen der Frage nach, in wieweit Bodentiere als Ökosystemleistung diese Pilze im Wachstum kontrollieren und ihre Giftstoffe abbauen. Außerdem analysieren wir, ob die Giftstoffe der Pilze nachteilige Wirkung auf Bodentiere haben.
Christoph Tebbe
Einfluss von gentechnisch veränderten Pflanzen auf Bodenmikroorganismen
Bevor gentechnisch veränderte Pflanzen landwirtschaftlich genutzt werden können, sollten die möglichen ökologischen Auswirkungen bekannt sein. Dabei lassen sich Ergebnisse aus dem Anbau solcher Pflanzen in anderen Ländern nicht immer direkt auf die Bedingungen Deutschlands übertragen. Wir analysieren deshalb im Rahmen von Freilanduntersuchungen, wie gentechnisch veränderte Pflanzen auf unsere Böden und Bodenmikroorganismen wirken und nutzen dazu hoch empfindliche moderne molekulare Nachweismethoden, wie ELISA (enzyme linked immonusorbent assay ), quantitative PCR (Polymerasekettenreaktion) und Hochleistungs-DNA-Sequenzierungen.
Wechselwirkungen zwischen Bodenmikroorganismen und organischen Schadstoffen
Landwirtschaft, Industrie und andere Aktivitäten des Menschen verursachen den Eintrag organischer Schadstoffe in unsere Böden. Hier kann es zu Wechselwirkungen mit wichtigen mikrobiell vermittelten ökologischen Bodenfunktionen kommen und sogar neue Gefährdungen für den Menschen entstehen. In den meisten Fällen finden sich jedoch in der mikrobiellen Gemeinschaft des Bodens auch Organismen, die solche Schadstoffe abbauen können. Mit Hilfe kultivierungsunabhängiger Methoden suchen wir nach Schadstoff-abbauenden Mikroorganismen und versuchen Limitierungen mikrobieller Abbaupotenziale in Böden zu charakterisieren. Beispiele für von uns untersuchte Schadstoffe sind chlorierte Ethene, Phenol oder 2,4-Dichlorphenol.
