Monitoring-Verfahren
Kontakt: Dr. habil. Jens Dauber
Landschaften und Landnutzung unterliegen einem ständigen Wandel. Dieser ist angetrieben durch umweltbedingte, technologische, ökonomische, soziale und politische Entwicklungen. Zur Abschätzung und Bewertung der Konsequenzen dieses Wandels ist eine Beobachtung der Qualität und Quantität anthropogener Belastungsfaktoren auf Funktionen und Komponenten der Biodiversität notwendig. Biodiversitäts-Monitoring, welches ein langfristiges und standardisiertes Aufzeichnen von Biodiversität innerhalb festgelegter Areale voraussetzt, unterstützt unsere Erforschung der fundamentalen Fragestellungen zum gegenwärtigen und zukünftigen Wandel der Agrobiodiversität:
- Wie und warum wandelt sich Agrobiodiversität auf lokaler und regionaler Skala?
- Welche zukünftigen Entwicklungen der Agrobiodiversität sind zu erwarten?
- Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf Ökosystemfunktionen und ökosystemare Dienstleistungen?
- Wie können wir Biodiversität erhalten und nachhaltig nutzen?
- Wie vermitteln wir unser Verständnis von Agrobiodiversitätswandel an Entscheidungsträger?
Der Fokus unserer Forschung liegt auf der Entwicklung, Verbesserung und dem Testen von wissenschaftlichen Beobachtungs- und Bewertungssystemen des Biodiversitätswandels. Dies geschieht in enger, interdisziplinärer Zusammenarbeit mit anderen Instituten des vTI und darüber hinaus. Unsere Ziele sind:
- Messung des Wandels der Agrobiodiversität auf verschiedenen Skalen und Organisationsebenen (Gen, Art, funktionelle Gruppe, Gemeinschaft, Ökosystemfunktionen und ökosystemare Dienstleistungen);
- Identifizierung der umweltbedingten und sozio-ökonomischen Triebfedern und Einflusssfaktoren des Wandels sowie der Konsequenzen für Agrobiodiversität;
- Analyse der zugrundeliegenden Mechanismen der Dynamik und Intensität des Wandels;
- Identifizierung von Risiken und Erfolgsaussichten für Biodiversitätsverlust und –erhaltung;
- Informierung von Akteuren und Politik.
