Walther Herwig III, 330. Reise
Dauer der Reise
22. Januar bis 20. Februar 2010
Ein aktueller Fahrtbericht direkt vom Forschungsschiff informiert Sie über den
Fortgang der Reise.
Lesen Sie hier den 1. Teil des Berichts.
Lesen Sie hier den 2. Teil des Berichts.
Gebiet
Nordsee einschließlich Skagerrak und Kattegatt
Zweck der Reise
International Bottom Trawl Survey (IBTS) 2010
Die Nordsee-Anrainerstaaten schätzen seit 1966 jährlich im jedem ersten Quartal die Stärken der nachrückenden Jahrgänge der wirtschaftlich wichtigsten Nutzfischarten der Nordsee ab. Unter Koordination des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) führen Forschungsschiffe aus Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen und Schweden weitgehend zeitgleich standardisierte Grundschleppnetzfänge auf adulte und juvenile Fische durch, die die Grundlage dieser Bestandsbestimmungen sind. Zusätzliche Planktonnetzfänge geben seit 1999 Informationen zum Umfang und zur Verteilung der Larven von Hering und Sprott. Außerdem gehören die Messungen der Umweltparameter Temperatur, Salzgehalt und Nährstoffe in allen Wasserschichten an jeder Fischereistation zum Standardprogramm.
Nach einheitlicher Aufbereitung geben die Daten über Modellrechnungen Einblick in die jüngsten Bestandsentwicklungen. Die Ergebnisse bilden die Basis für die Größenabschätzungen der Nachwuchsjahrgänge von Kabeljau, Schellfisch, Wittling, Seelachs, Hering, Makrele, Sprotte und Stintdorsch. Auf dieser Grundlage legen die Fischereiminister der EU künftige Gesamtfangmengen der Nutzfischarten in der Nordsee fest.
Aufgaben der Fahrt:
Die "Walther Herwig III" deckt den deutschen Part des internationalen Surveys in zuvor festgelegten Gebieten der Nordsee ab. Entsprechend der ICES-Vorgaben wird in jedem Fanggebiet ein halbstündiger Hol mit dem standardisierten GOV-Netz bei Helligkeit durchgeführt und der Fang aufgearbeitet. Die vorläufigen Ergebnisse werden dem Leitschiff der internationalen Forschungsflotte noch während der Reise übermittelt. Die endgültigen Zahlen der Altersbestimmungen und alle Messreihen der gefangenen Arten müssen bis spätestens Mitte März 2010 dem ICES in Kopenhagen vorliegen.
Während der Nachtzeit werden Herings- und Sprottlarven mit zwei MIK-Netz-Hols pro Rechteck gefangen. Endgültigen Larvenzahlen und -längen aus allen Fängen sind bis Mitte März 2009 der ICES-Heringsarbeitsgruppe zu übermitteln. Daher werden die MIK-Proben schon an Bord sortiert und soweit wie möglich aufgearbeitet.
Für das MULTIMAR Wattforum Tönning werden bestimmte marine Arten - sofern im Fang vorhanden - für deren Aquarien gesammelt.
Wissenschaftlicher Fahrtleiter
Dr. Gerd Wegner, Institut für Seefischerei
Den Bericht der vorherigen, 329. Reise der "Walther Herwig III" finden Sie hier.
