Das Thünen-Institut auf der Grünen Woche
In diesem Jahr präsentiert sich das Thünen-Institut auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin mit einem vielfältigen Angebot. In der Halle des BMELV (Halle 23a) informiert es über Fischereiforschung und nachhaltige Fischerei sowie über die biologische Vielfalt in landwirtschaftlich genutzten Böden und deren Klimarelevanz. Daneben beteiligt es sich am Global Forum for Food and Agriculture sowie am Zukunftsforum Ländliche Entwicklung. Die Grüne Woche findet vom 20.-29. Januar 2012 statt.

Mit Netz und Kamera den Kabeljau einfangen
Am Sonntag, dem 29. Januar um 9:45 und 19:30 Uhr zeigt der ARD Digitalsender "EinsFestival" die halbstündige Reportage „Die Fischfahnder“. Dafür begleitete ein Kamerateam die Wissenschaftler des Thünen-Instituts für Seefischerei auf einer Forschungsfahrt der „Walther Herwig III“ in die Nordsee. Über das Leben und die Arbeit an Bord sowie über die wissenschaftlichen Hintergründe geben Filmemacherin Antje Boehmert und die Wissenschaftler Gerd Wegner und Matthias Kloppmann in zwei Interviews Auskunft.

Moorschutz ist Klimaschutz
Drainierte Moore sind „Hotspots“ für Treibhausgase: Berechnungen des Thünen-Instituts zufolge emittieren sie rund 40 % der in Deutschland durch Landwirtschaft und Landnutzung verursachten klimaschädlichen Gase. Dabei nehmen Moore nur 8 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche ein. Welche Rolle spielen die Moore im Klimageschehen? Und wie lässt sich eine Moornutzung klimaverträglicher gestalten? Darum geht es in einem Artikel in der aktuellen Ausgabe des Magazin „ForschungsReport“ und auf einer Tagung, die im Februar 2012 im Thünen-Institut stattfindet.

Unser Waldkulturerbe
2011 war das Internationale Jahr der Wälder. Damit würdigten die Vereinten Nationen die vielfältigen Eigenschaften des Waldes als artenreiches Biotop, als Lieferant des nachwachsenden Rohstoffes Holz, als Erholungsraum und Klimaschützer. Das Thünen-Institut hatte für das Waldjahr unter anderem eine eigene Website mit Informationen und attraktiven Fotos eingerichtet.

Thünen-Expertin spricht im EU-Parlament
Im Rahmen einer Konferenz der EU-Kommission und des EU-Parlaments zu den Reformvorschlägen der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2014 hat Dr. Annette Freibauer vom vTI-Institut für Agrarrelevante Klimaforschung als Vortragende an der Debatte über die Kommissionsvorschläge teilgenommen. Die Konferenz mit Parlamentariern, Kommissionsmitgliedern und Wissenschaftlern fand am 19. Dezember 2011 im EU-Parlament statt. Bereits in der Vorwoche hatte das Thünen-Institut eine ausführliche Einschätzung der Vorschläge vorgelegt.
zum Vortrag auf der EU-Konferenz "CAP reform through analytical lenses" (pdf)
zum Arbeitsbericht des vTI mit den Einschätzungen der Kommissionsvorschläge

Waldböden als Kohlenstoffspeicher
Waldökosysteme spielen eine wichtige Rolle im Klimageschehen. Das Thünen-Institut untersucht im Rahmen der zweiten Bodenzustandserhebung im Wald (BZE II), wie viel organischen Kohlenstoff Waldböden speichern. Bisherige Auswertungen deuten darauf hin, dass besonders sandige Böden mit geringen Kohlenstoffgehalten als Kohlenstoff-Senke fungieren.

30 Jahre Grönland-Survey
Mit der aktuellen Reise der „Walther Herwig III“ in grönländische Gewässer jährte sich zum 30. Male der fischereibiologische Grönland-Survey. Dieses Untersuchungsprogramm mit immer gleichen Probenahmegebieten wurde im Sommer 1981 aufgenommen. Ziel ist eine nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen in dieser Region. Die teilweise sehr stürmische Fahrt dauerte sieben Wochen.

Tag der Holzwirtschaft
Am 18. November 2011 fand im vTI-Institut für Holztechnologie und Holzbiologie in Hamburg der Tag der Holzwirtschaft statt. Diese traditionsreiche Veranstaltung umfasste das Wissenschaftliche Symposium zur Verabschiedung des bisherigen kommissarischen Institutsleiters Dr. Jürgen Puls, die feierliche Zeugnisübergabe an die Absolventen des Studiums Holzwirtschaft der Universität Hamburg sowie die Auszeichnung der besten Abschlussarbeiten.

Thünen-Institut auf der AGRITECHNICA
Mit drei Fachinstituten war das Thünen-Institut vom 13. – 19. November auf der AGRITECHNICA in Hannover vertreten. Thematisch ging es um Auswirkungen schwerer Landmaschinen auf den Boden, um teilflächenspezifische Beregnung, mobile Tropfbewässerung, die Bodenzustandserhebung Landwirtschaft und um Mischfruchtanbau im Ökolandbau. Darüber hinaus präsentierte das Expertennetzwerk agri benchmark Analysen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

TV-Reportage über den Kabeljau
Zwei Wochen lang begleitete ein Fernsehteam der ARD die Fischereiforscher des Thünen-Instituts auf der „Walther Herwig III“ in die Nordsee. Bei Kälte und teils stürmischem Wetter ging es Anfang 2011 darum, die nachrückenden Jahrgänge der wirtschaftlich wichtigsten Nutzfischarten abzuschätzen. Diesen Survey führen die Forscher seit 1966 alljährlich in internationaler Kooperation durch. Die ARD zeigte die 30-minütige Reportage „Die Fischfahnder – auf der Spur des Kabeljau“ am Sonntag, dem 30. Oktober 2011. Auf 3sat war sie am 6. November zu sehen.

Steigende Bedeutung nicht-landwirtschaftlicher Investoren auf dem Bodenmarkt?
Die starken Preissteigerungen bei landwirtschaftlichen Flächen werden, vor allem in den neuen Bundesländern, oft mit nicht-landwirtschaftlichen Investoren verknüpft. Eine Studie des Thünen-Instituts (vTI) hat ergeben, dass die Gruppe der nicht-landwirtschaftlichen Investoren sehr heterogen ist und von großen Investoren mit überregional organisierter Bewirtschaftung bis zu Kleinanlegern mit Verpachtung reicht. Deren Auswirkungen auf die Bodenpreise sind entsprechend differenziert zu beurteilen.

Schritte zum Erhalt der Tropenwälder
Die großflächige Vernichtung der tropischen Wälder trägt erheblich zum Klimawandel und zur Umweltzerstörung bei. Wie kann man in den Ländern vor Ort Anreize schaffen, die zum Ziel haben, die Entwaldung und Waldschädigung zu verringern? Ein möglicher Weg ist der REDD-Mechanismus. Das vTI hat dazu in Madagaskar eine Pilotstudie durchgeführt. Lesen Sie im aktuellen „ForschungsReport“ über die Ergebnisse dieser Studie und die gesamte Idee, die hinter REDD steckt, und erfahren Sie mehr über Perspektiven und Probleme bei der praktischen Umsetzung dieses Mechanismus.

Neues Forschungsschiff CLUPEA getauft
Am Donnerstag, dem 15. September 2011 hat Bundesministerin Ilse Aigner auf der Fassmer-Werft bei Bremen das modernste Fischerei-Forschungsschiff der Bundesrepublik, die CLUPEA, getauft. Der knapp 29 Meter lange Neubau ersetzt das namensgleiche, rund 60 Jahre alte Vorgängerschiff. Die neue CLUPEA wird in den Küstengebieten der Ost- und Nordsee eingesetzt werden, vorrangig um Bestandsdaten wichtiger Fischarten zu ermitteln und neue, selektive Fangtechniken zu erproben.

Hohe Ehrung für vTI-Wissenschaftler
Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat Dr. Heinrich Becker, Wissenschaftler am vTI-Institut für Ländliche Räume, die Max-Eyth-Denkmünze verliehen. Sie würdigt damit seine besonderen Verdienste um die Förderung der ländlichen Räume und sein Engagement in der DLG.

Logo – Wissenschaft aus Braunschweig
„Klimawandel bedroht unsere Ernährung: Brauchen wir eine grüne Revolution?“ Dieses Thema diskutierten Experten des von-Thünen-Instituts (vTI) und des Julius Kühn-Instituts (JKI) am 14. September ab 19 Uhr im Braunschweiger Haus der Wissenschaft. Die Diskussion wurde am Freitag, 16. September, um 21:05 Uhr in der Sendung „Logo“, dem Wissenschaftsmagazin des Norddeutschen Rundfunks, über NDR Info ausgestrahlt (Wiederholung am Sonntag, 18. September, 15:05 Uhr).

Ministerin Aigner am vTI in Hamburg
Bundesministerin Ilse Aigner hat am 30. August 2011 das vTI in Hamburg besucht, um sich über aktuelle Probleme beim Handel mit Tropenhölzern zu informieren. Fragen der Holzartenbestimmung, der Herkunftskontrolle und der Einschleppung von Holzschädlingen standen dabei im Mittelpunkt. Rund 30 Medienvertreter begleiteten die Ministerin.

Gesunde Bio-Kühe: Management entscheidender als Rasse
Kommen Rinderrassen, die auf hohe Milchleistung gezüchtet sind, auch für die ökologische Tierhaltung in Frage? Ein vom vTI-Institut für Ökologischen Landbau koordiniertes Forschungsprojekt hat ergeben, dass Rinderrassen mit hoher Milchleistung nicht per se krankheitsanfälliger sind. Von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit der Kühe ist das Management. Mehr dazu in einem Artikel in der neuen „Wissenschaft erleben“.


